Der VR-Markt wächst kontinuierlich, wenn auch nicht gemäß der starken Prognosen von vor einigen Jahren. Im Wesentlichen tragen dazu die immer besser werdenden Headsets bei. Diese sind mittlerweile deutlich alltagstauglicher, bequemer, leichter und die Qualität hat sich enorm verbessert. Neben klassischen VR-Headsets wächst auch der Bereich der Mixed-Reality-Headsets. Bei diesen sind dann virtuelle Objekte mit der realen Welt verknüpft. So berichtet Facebook kürzlich, dass es in seinem Oculus Store an einem Weihnachtstag 2019 Hard- und Software für den VR-Bereich im Wert von rund 5 Millionen US-Dollar verkauft habe. Die großen Hersteller kündigen immer neue und verbesserte Devices an, was die Akzeptanz und Verbreitung weiter fördern wird.
Insgesamt werden Technologien wie VR, Augmented Reality (AR) und KI im Hinblick auf den größeren potenziellen wirtschaftlichen Wandel als auf die kurzfristigen Auswirkungen (z.B. auf den Markt für Konsumelektronik) betrachtet werden. Die Unternehmensberatung Pricewaterhousecoopers etwa sagt, dass VR und AR die Weltwirtschaft bis 2030 um 1,5 Billionen Dollar beflügeln könnten. Im gleichen Atemzug prognostizieren sie, dass 2030 23 Millionen Menschen mit AR/VR arbeiten werden. 2019 lag die Zahl entsprechender Stellen bei 824.000.
Corona treibt AR
Die Coronavirus-Krise macht derzeit das Homeoffice in vielen Bereichen erforderlich, dürfte diesen Trend also weiter vorantreiben. Vorteil: Diese Technologien bieten eine verbesserte Produktentwicklung, schnellere Schulungen, Zusammenarbeit, Tests und Simulationen von Szenarien, erhöhte Sicherheit am Arbeitsplatz, niedrigere Kosten und die Entwicklung neuer Kundenerlebnisse.
Gewinner dabei ist auch und vor allem AR: Obschon VR bislang weiter verbreitet ist, könnte AR hier rasant zulegen. Auch der Hersteller Apple sieht hier großes Potenzial: CEO Tim Cook denkt, dass die Technologie bereits in wenigen Jahren nicht mehr aus dem Alltagsleben wegzudenken sein wird. Neue Apple Produkte haben Hardware integriert, die speziell auf AR-Anwendungen ausgelegt ist. Eine Reihe von Tools, die auf der diesjährigen Apple Worldwide Developers Conference vorgestellt worden sind, macht die Entwicklung von ARKit-Apps so einfach wie nie zuvor.
