Der Autohersteller Ford präsentierte kürzlich sein neues virtuelles Designstudio. Während die Fließbänder im Zuge der Corona-Krise stillstanden, wurde die Fahrzeugentwicklung durch den Einsatz von virtueller Realität auf Kurs gehalten. Zu diesem Zweck arbeiteten Ford-Designer gemeinsam an neuen Fahrzeugen in einem virtuellen Designstudio. Mit VR-Headsets erstellten sie computergestützte Fahrzeugentwürfe in einer vollständig digitalen Umgebung, da das Arbeiten mit realen Werkstücken, beispielsweise mit Clay-Modellen, nicht möglich war.
Virtuelle Skizzen
Das Team arbeitete auch an virtuellen Skizzen für ein ganz besonderes E-Sport-Rennfahrzeug, das speziell für das “Team Fordzilla P1”-Projekt entwickelt wurde. Die Kapitäne der fünf Fordzilla-Mannschaften aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien sowie deren Communities waren aktiv mittels Umfragen an der Entwicklung dieses Rennwagens beteiligt. Das resultierende Designkonzept erhielt in einer Internetumfrage mehr als 220.000 Stimmen. Die Fertigstellung des Designs ist für Mitte Juni geplant. “Zusammenarbeit ist ein integraler Bestandteil des Designs. Wir müssen in der Lage sein, Dinge auszuprobieren, Ideen zu teilen und Feedback zu erhalten. Mit virtueller Realität können wir genau das tun, sogar von zu Hause aus. Wir experimentieren mit völlig neuen Design-Prozessen, die zu außerordentlichen Ergebnissen führen”, sagte Amko Leenarts, Director, Design, Ford of Europe.

Ford nutzt Virtual Reality ebenfalls für die Darstellung von Fahrzeuginnenräumen. 360°-Skizzen sind ein Werkzeug, mit dem Designer ihre Entwürfe vorstellen und teilen können. Die Designs sind aus der Sicht des Fahrers und der Insassen in 3D erfahrbar.
Zwar kehren die Design-Teams nach und nach zu ihren regulären Arbeitsplätzen zurück, dennoch wird Virtual Reality weiterhin für globale Kooperationen und als Ergänzung zu herkömmlichen Modellierungsprozessen genutzt.
